Maine Coon Rasseportrait

 

Geschichte:

Die Maine Coon stammt aus dem US-Bundesstaat Maine im Nordosten der Vereinigten Staaten. Ihren klangvollen Namen verdankt sie somit ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet und ihrem dichten, buschigen Schwanzhaar, das an einen Waschbären, auf Englisch "Racoon", erinnert. Die robusten Riesen sind auf natürliche Weise durch kompromisslose Selektion entstanden. Ihr Körperbau und ihr Wetter resistentes, Wasser abweisendes Fell sind optimal an die klimatischen Gegebenheiten von Maine angepasst. Die Maine Coon gilt als die größte aller Rassen und war in den dichten Waldgebieten ihrer Heimat über Jahrhunderte der Mäuseschreck Nummer eins. 1861 wurde die Maine Coon erstmals als eigenständige Rasse erwähnt. Amerikanische Farmer pflegten ihre "Coon Cats" auf Wochenmärkten zu präsentieren und zu verkaufen. 1895 war die Maine Coon auf einer der ersten großen Katzenausstellungen in New York vertreten. Doch viele Katzenfreunde empfanden die Bauernhofkatzen als zu banal und wandten sich lieber den "exklusiveren" Angorakatzen zu. Es dauerte lange, bis sich das Interesse der Katzenszene erneut dieser schönen Rasse zuwandte. 1953 wurde der "Central Maine Cat Club" gegründet, der es sich zum Ziel setzte, der Maine Coon zu neuer Popularität zu verhelfen und sein Bestreben war von Erfolg gekrönt: 1973 wurden die Maine Coons von mehreren amerikanischen Katzenvereinen anerkannt. Im April 1985 ernannte der Gouverneur von Maine die Maine Coon zur Staatskatze und ließ sie offiziell in die Staatsbücher eintragen. Erst in den 70er Jahren kamen die Maine Coons auch nach Europa und gelten zurzeit als eine der beliebtesten Katzenrassen überhaupt. Wind und Wetter, Schnee und Eis machen auch heute dieser imposanten Waldkatze nicht viel aus. Sie ist instinktsicher, flink und unglaublich kräftig. Sie hat die Treue vom Hund, die Robustheit der amerikanischen Trapper und ist doch durch und durch eine Katze: ein Prachtstück mit stattlichem, kantigem und kräftigem Äußeren, hinter dem sich eine liebevoll anhängliche Seele verbirgt.

 

Haltung und Pflege:

Es dauert etwa vier Jahre, bis die Entwicklung einer Maine Coon abgeschlossen ist. Erwachsene Coonies neigen dazu, eine gewisse Form der Distanziertheit an den Tag zu legen, sind aber dennoch sehr anhänglich. Ein Leben ohne Abwechslung und Beschäftigung ist den Maine Coons ein Gräuel. Ein katzengerechtes Zuhause mit einem großen Kratzbaum und vielen Spielsachen ist wichtig für ihr Wohlbefinden. Anpassungsfähig und tolerant gliedern sich die liebenswerten Schmusetiger wunderbar in einen Haushalt mit Kindern ein. Auch Hunde werden  in der Regel problemlos akzeptiert. Maine Coons haben dichtes, halblanges Deckhaar und mäßig entwickeltes, weiches Unterfell. Am Kopf, an den Beinen und Schultern ist es kurz; entlang des Rückens und der Seiten wird es zunehmend länger. Die Hinterbeine tragen dichte "Pluderhosen". Der Standard lässt eine große Farbenvielfalt zu. Das prachtvolle Fell einer Maine Coon ist von Natur aus schön und obwohl diese Katze mit der Fellpflege auch allein zurechtkommt, sollte man ihr doch mindestens einmal pro Woche hilfreich mit Kamm und Bürste zur Seite stehen.